Kirchenvorstands­wahl 2024

Gesamtkirchenvorstand für Jakobus und Petrus

Im Frühjahr wählen die Kirchengemeinden unserer Landeskirche ihre Leitungsgremien. Genauer gesagt: den Kirchenvorstand. Stichtag ist der 10. März 2024.

Viele wichtige Entscheidungen zum Thema „Wie sieht kirchliches Leben bei uns vor Ort in Zukunft aus?“ wollen getroffen werden. Alle Mitglieder sind eingeladen, an den Wahlen mitzuwirken und so Kirche mitzugestalten.

Die Jakobus- und die Petrusgemeinde haben zum 1. Januar 2024 eine Gesamtkirchengemeinde gegründet. Entsprechend wird ein Gesamtkirchenvorstand gewählt, wobei jede Gemeinde einen eigenen Wahlbezirk mit eigenen Kandidierenden bildet.

Wählen ab 14

Wählen dürfen alle, die am 10. März 2024 mindestens 14 Jahre alt sind und seit wenigstens drei Monaten der Kirchengemeinde angehören.

Brief- oder Onlinewahl

Gewählt werden kann per Brief oder online. Die Unterlagen hierfür werden an alle Wahlberechtigten zentral von der Landeskirche Hannovers versandt. Die Onlinewahl findet von Anfang Februar bis zum 3. März 2024 statt. Bei Briefwahl muss der Briefwahlumschlag spätestens am 10. März 2024 in der Gemeinde vorliegen. Eine zusätzliche Urnenwahl findet in der Jakobus- und der Petrusgemeinde nicht statt.

Gesamtkirchengemeinde

Die Jakobus- und die Petrus­gemeinde haben beschlossen, die Zusammenarbeit weiter auszubauen und eine Gesamtkirchengemeinde zu bilden. Die Gesamtkirchengemeinde ist eine Form der regionalen Zusammenarbeit von Kirchengemeinden. Daneben bleiben die Jakobus- und die Petrusgemeinde als Ortskirchengemeinden bestehen. Als Leitungsgremium für beide Gemeinden wird ein Gesamtkirchenvorstand gewählt.

Wahlaufsatz (Liste der Kandidierenden)

Wahlbezirk: Jakobusgemeinde

Im Wahlbezirk Jakobusgemeinde sind fünf Kirchenvorsteher*innen zu wählen. Es kandidieren:

Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (2.Petr 1,19) – Dieses Wort beschreibt meine Motivation, im Kirchenvorstand mitzuarbeiten, am besten.

Dem Kirchenvorstand der Jakobusgemeinde gehöre ich bereits seit mehreren Jahren an. Meine Interessensschwerpunkte für eine neue Amtszeit wären:

  • Mitwirkung beim Erhalt und Ausbau eines lebendigen Gemeindelebens mit vielfältigen Gottesdienstformen, kulturellen Veranstaltungen und Festen
  • Kooperationen im Stadtviertel mit verschiedenen Akteuren und in der Ökumene
  • Entwicklung der neuen Apostel-Gesamtkirchengemeinde
  • Ehrenamtskoordination
  • Bisherige Aktivitäten in der Gemeinde: langjährige ehrenamtliche Mitarbeit, zum Beispiel beim plattdeutschen Gottesdienst und in der Leitung eines Gesprächskreises
  • Mein Interesse an der Mitarbeit im Kirchenvorstand: daran mitarbeiten, dass sich Menschen jeden Alters in der Gemeinde wohlfühlen, Feste und Gottesdienste mitgestalten und Ideen entwickeln, wie die Gemeinde auf die „Herausforderungen unserer Zeit“ reagieren könnte

In schwierigen Zeiten brauchen wir Menschen einen Ort, an dem wir uns sicher fühlen und Gemeinschaft erleben dürfen. Ich möchte daran mitarbeiten, dass unsere Kirche ein solcher Ort bleibt. Ich möchte meinen Anteil dazu beitragen, dass wir in unserer Gesamtkirchengemeinde zu einer starken Gemeinschaft zusammenwachsen, in der man sich gut aufgehoben und dazugehörig fühlen kann. Unsere Traditionen geben uns Stabilität. Eine Kirche, die auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielen möchte, braucht aber auch Toleranz und Mut, neue Wege zu gehen. Die Verbindung von Beständigkeit und Aufbruch würde ich gerne mitgestalten.

Ich arbeite an der Hochschule Osnabrück in den Bereichen externe Kommunikation (Webdesign und Pflege von Internetseiten) und interne Kommunikation (Intranet und Newsletter). Meine Kenntnisse insbesondere aus ersterem Bereich bringe ich in die Tätigkeit als Kirchenvorsteher ein: Seit vielen Jahren betreue ich die Websites der Jakobus- und der Petrusgemeinde. Aktuell führe ich beide Seiten in einem gemeinsamen Internetauftritt für die Apostel-Gesamtkirchengemeinde zusammen. Außerdem bin ich für die Website des Kirchenkreises Osnabrück verantwortlich und seit 2019 Mitglied des Kirchenkreisvorstandes. Für den Kirchenvorstand kandidiere ich zum dritten Mal und freue mich darauf, das Zusammenwachsen der Jakobus- und der Petrusgemeinde unter dem Dach der Apostel-Gesamtkirchengemeinde mitzugestalten.

Wahlbezirk: Petrusgemeinde

 Im Wahlbezirk Petrusgemeinde sind fünf Kirchenvorsteher*innen zu wählen. Es kandidieren:

Ich wohne mit meiner Familie in Lüstringen. Beruflich habe ich den Großteil meines Berufslebens in der Finanzbranche gearbeitet und mein Wissen stetig durch Weiterbildungen und durch ein Wirtschaftsstudium erweitert. Nun habe ich meine Berufung gefunden und arbeite seit mehreren Jahren in einer diakonischen Stiftung als Reha-Ausbilder. Menschen zusammenzubringen, ihnen zu helfen und ihnen Wissen zu vermitteln, erfüllt mich mit Freude.

Für den Kirchenvorstand bewerbe ich mich, weil ich meine vielfältigen Fähigkeiten der Gemeinde zur Verfügung stellen möchte. Gemeinde bedeutet für mich, die christlichen Werte gemeinsam zu leben und zu teilen. Ich möchte Gemeinschaft schaffen und erhalten.

Ich lebe seit über zwölf Jahren mit meiner Familie in Lüstringen und bin Richterin am Verwaltungsgericht in Osnabrück. Nach der Hälfte der letzten Amtsperiode bin ich in den Kirchenvorstand der Petrusgemeinde nachberufen worden. Ich würde mich freuen, wenn ich diese wichtige Arbeit hier vor Ort und in der neuen Gesamtkirchengemeinde weiterführen dürfte.

Seit 1984 bin ich im Frauenkreis der Petrusgemeinde, seit 15 Jahren leite ich den Kreis mit einer Kollegin, seit ca. zwei Jahren bin ich alleine dafür zuständig. Eine Periode bin ich jetzt im Kirchenvorstand tätig. Das macht mir sehr viel Spaß. Darum bewerbe ich mich jetzt erneut für den Gesamtkirchenvorstand.

Ich möchte die neue Gesamtkirchengemeinde gerne mit meinem, über die letzten Jahre in der Gemeinde und auch beruflich gesammelten Wissen, in eine gute Zukunft leiten.

Ich kandidiere erneut als Kirchenvorstand, um meine fortlaufende Hingabe und Leidenschaft für die Gemeinde und die Jugendarbeit in der Gemeinde zu zeigen. Der Dienst im Kirchenvorstand ermöglicht es mir, aktiv an der Gestaltung und Förderung der Gemeinde teilzunehmen.

Als Kirchenvorsteher sehe ich die Chance, Brücken zwischen den verschiedenen Altersgruppen und Interessengruppen in unserer Gemeinde zu bauen. Durch meine Erfahrung und mein Engagement möchte ich weiterhin dazu beitragen, dass die Kirche ein Ort der Einheit, des gegenseitigen Verständnisses und der gemeinsamen spirituellen Reise bleibt.

Ich wurde bei der letzten Wahl im Jahr 2018 in den Kirchenvorstand gewählt. Für das mir entgegengebrachte Vertrauen der Gemeinde bedanke ich mich sehr. Meine Frau Sara und ich wohnen mit unserem Sohn Friedrich seit vielen Jahren in Gretesch. Beruflich bin ich in der Sparkasse Osnabrück tätig. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, das weitere Zusammenwachsen unserer Petrusgemeinde mit der Jakobusgemeinde zu unterstützen und zu begleiten. Gemeinsam können wir vieles erreichen. In den letzten sechs Jahren durfte ich bereits im Kirchenvorstand mitarbeiten und würde mich freuen, wenn ich auch in den nächsten Jahren weiterhin mitwirken darf.

Fragen und Antworten

Mitkandidieren

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kirchenvorstandswahl 2024 für Kandidat*innen:

Der Kirchenvorstand trifft die Grundentscheidungen für die Entwicklung einer Gemeinde. Dabei geht es um theologische Themen, ebenso wie um finanzielle und personelle Entscheidungen. Welche Arbeitsschwerpunkte werden gesetzt angesichts knapper werdender Finanzmittel? Wohin der Weg Ihrer Gemeinde in den nächsten Jahren gehen wird, das entscheidet vor allem der Kirchenvorstand. Aufgabenbereiche des Kirchenvorstandes sind unter anderem:

  • die Verwendung von Geldern – Wofür wird das Geld eingesetzt, das der Gemeinde zur Verfügung steht?
  • die Verantwortung für die Mitarbeitenden der Gemeinde – Der Kirchenvorstand trifft die Entscheidung, wenn zum Beispiel ein neuer Küster oder eine neue Organistin eingestellt wird.
  • die Gestaltung von Gottesdiensten – Wollen wir einmal im Monat einen Abendgottesdienst haben? Soll es Gottesdienste in besonderer Form geben?
  • die Erhaltung von Gebäuden – Der Kirchenvorstand trifft die Entscheidungen über die Baumaßnahmen in der Gemeinde.

Als Kirchenvorsteherin oder Kirchenvorsteher nimmt man in der Regel einmal monatlich an einer Sitzung teil, auf der alle Beschlüsse gefasst werden, die das Gemeindeleben berühren.

Eigene Fähigkeiten einbringen

Neben den Sitzungen kann sich jede Kirchenvorsteherin und jeder Kirchenvorsteher nach den eigenen Interessen und Fähigkeiten einbringen, sei es im Bauausschuss, bei der Gestaltung von besonderen Gottesdiensten oder bei der Planung des Gemeindefestes. Sie müssen hierfür nicht die Strukturen „von Kirche“ kennen und auch nicht „bibelfest“ sein. Sie brauchen nur ein wenig Zeit und die Bereitschaft, sich mit Ihren individuellen Gaben in ein wichtiges Gemeinwesen einzubringen – Ihre Kirchengemeinde.

Der Kirchenvorstand besteht aus den gewählten und berufenen Mitgliedern sowie den Mitgliedern kraft Amtes. Mitglieder kraft Amtes sind die in der Kirchengemeinde tätigen Pastorinnen und Pastoren.

Nach der Einreichung von Wahlvorschlägen setzt der Kirchenvorstand die Zahl der zu Wählenden fest. Zu wählen sind mindestens drei Kirchenvorsteher*innen.

Nach der Wahl legt der Kirchenvorstand die Zahl der zu Berufenden fest. Hierbei entscheiden die neugewählten Kirchenvorsteher*innen mit. Die Anzahl darf höchstens die Hälfte der neu gewählten Mitglieder betragen. Wurden zum Beispiel fünf Mitglieder gewählt, können maximal zwei berufen werden. Auf Berufungen kann aber auch komplett verzichtet werden. Bei Bedarf können Berufungen im Laufe der Wahlperiode nachgeholt werden.

Die Amtsperiode eines Kirchenvorstandes dauert grundsätzlich sechs Jahre. Kandidierende können sich aber vor der Wahl entscheiden, zunächst nur für drei Jahre zur Verfügung zu stehen. Nach drei Jahren endet ihre Amtszeit ohne weiteres, es sei denn, sie erklären drei Monate vorher, für die zweiten drei Jahre im Kirchenvorstand bleiben zu wollen. Dies gilt auch für Berufungen.

Die Amtszeit des neuen Kirchenvorstandes beginnt am 1. Juni 2024.

Wer bei der Wahl kandidieren möchte, muss zu Beginn der Amtszeit des Kirchenvorstandes am 1. Juni 2024 mindestens 16 Jahre alt und am Wahltag, 10. März 2024, seit mindestens fünf Monaten Mitglied in seiner Kirchengemeinde sein.

Die Fünf-Monats-Frist ist bedingt durch den längeren Vorlauf für die Allgemeine Briefwahl und die Onlinewahl.

Gewählt werden können auch beruflich Mitarbeitende, die mit bis zu 10 Wochenstunden beschäftigt sind, sowie Familienmitglieder, also zum Beispiel Mutter und Sohn oder Bruder und Schwester.

Als Mitglied des Kirchenvorstandes üben Sie eine wichtige Leitungsfunktion für Ihre Kirchengemeinde aus. Sie gestalten gemeinsam mit den anderen Mitgliedern im Kirchenvorstand die Gemeindearbeit und sind in Entscheidungsprozesse eingebunden, die Glaubensfragen ebenso betreffen wie die Renovierung von Räumlichkeiten. Sie bringen sich mit Ihren individuellen Begabungen ein und übernehmen Verantwortung für ein wichtiges Gemeinwesen – Ihre Kirchengemeinde.

Sprechen Sie mit Ihrer Pastorin oder Ihrem Pastor oder einem anderen Mitglied des Kirchenvorstandes. Dort erfahren Sie mehr über das Amt und alles Wichtige über Ihre Kandidatur.

Mitwählen

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kirchenvorstandswahl 2024 für Wähler*innen:

Das Wahlrecht haben alle Kirchenmitglieder, die am Wahltag, 10. März 2024, das 14. Lebensjahr vollendet haben, der Kirchengemeinde mindestens drei Monate angehören und in das Wählerverzeichnis eingetragen sind.

Die Drei-Monats-Frist ist bedingt durch den erforderlichen Vorlauf für den Versand der Briefwahl- und Onlinewahl-Unterlagen.

Jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied erhält mehrere Wochen vor dem Wahltermin automatisch Briefwahlunterlagen, außerdem Zugangsdaten für eine Onlinewahl. Die Kirchengemeinde entscheidet, ob zusätzlich ein Wahllokal am Wahltag, 10. März 2024, geöffnet wird.

Jede*r Wahlberechtigte kann entscheiden, welches Wahlverfahren sie oder er nutzt. Die Briefwahl ist bis zum Wahltag, 10. März 2024, möglich. Die Onlinewahl endet dagegen einige Tage vorher. Wer zum Beispiel online wählt, wird für eine Stimmabgabe per Brief oder im Wahllokal gesperrt.

Jede*r Wähler*in kann so viele Stimmen vergeben, wie Kirchenvorsteher*innen in der Kirchengemeinde oder gegebenenfalls in dem Wahlbezirk zu wählen sind. Dabei können bis zu drei Stimmen auf einen Wahlvorschlag vereint werden (Kumulation).

Der Kirchenvorstand kann die Kirchengemeinde in Wahlbezirke aufteilen. In diesem Fall ist für jeden Wahlbezirk ein eigener Wahlaufsatz aufzustellen. Ein Gemeindemitglied kann nur in dem Wahlbezirk kandidieren, dem es zugeordnet ist. In jedem Wahlbezirk kandidieren somit unterschiedliche Gemeindemitglieder.

Wahlbezirke werden zum Beispiel gebildet, wenn mehrere Kirchengemeinden eine Gesamtkirchengemeinde begründen und einen Gesamtkirchenvorstand wählen lassen. Für jede beteiligte Ortskirchengemeinde ist dann mindestens ein Wahlbezirk zu bilden.

Am Wahltag, 10. März 2024, endet die Rückgabe der Briefwahlunterlagen und die abgegebenen Stimmen werden ausgezählt. Zu Mitgliedern des Kirchenvorstandes sind diejenigen Personen gewählt, die die meisten Stimmen, mindestens jedoch zwei Stimmen, erhalten haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Die auf dem Wahlaufsatz Genannten, die nicht gewählt worden sind, aber wenigstens zwei Stimmen erhalten haben, sind Ersatzmitglieder des Kirchenvorstandes.

Kontakt

Sie brauchen mehr Infos? Sprechen Sie uns gerne an!

Pastorin Anne-Kathrin Bode

Pastorin Inga Göbert
Tel.: 0541 37882

Weitere Informationen

Weitere Infos finden Sie auf der Website des Kirchenkreis­verbandes Osnabrück-Stadt und -Land zur Kirchenvorstandswahl:

www.kv-wahl.de